Blüht das Schneeglöckchen

Veröffentlicht von Helga Prill am 17.02.2020

Blüht das Schneeglöckchen

ist der Frühling nicht mehr weit!

Oft ist der Boden noch gefroren und vielerorts liegt noch Schnee, wenn diese kleinen zarten Blumen ihre Köpfchen aus der Erde strecken. Sie läuten den Frühling ein und gelten als Zeichen für Hoffnung und Trost.

Das Schneeglöckchen (galanthus nivalis) kommt ursprünglich aus Osteuropa, ist aber seit ca. 500 Jahren aus den Gärten und Parkanlagen Mitteleuropas nicht mehr wegzudenken. Wildwachsend ist das Blümchen sehr selten, ist in Deutschland geschützt und darf nicht gesammelt werden. In alten Kräuterbüchern ist das Schneeglöckchen nicht aufzufinden. Auch homöopathisch ist das Blümchen nahezu unerforscht, obwohl es vereinzelt bei Herzmuskelentzündung empfohlen wurde.

Im Ursprungsland des Schneeglöckchens jedoch, wird schon lange die Zwiebel der Pflanze, von den alten Leuten gegen Alterserscheinungen gegessen. Auch wurde Tee aus den Zwiebeln für Kinder mit Kinderlähmung zubereitet, was dazu führte, dass diese Kinder keine dauerhaften Schäden davon trugen.

Bulgarische Forscher untersuchten dieses Phänomen und entdeckten den Wirkstoff Galanthamin im Schneeglöckchen. Dieser Wirkstoff ist offensichtlich in der Lage, die Symptome der Alzheimer Krankheit zu lindern. Da es aber weltweit zu viele Alzheimer- Patienten gibt, reicht der Vorrat aus den kleinen Pflänzchen bei Weitem nicht aus und Galanthamin wird inzwischen synthetisch hergestellt. Der Wirkstoff ist verschreibungspflichtig und nur bei strenger Indikation zu verordnen.

Bestimmt gibt es noch weitere Heilwirkungen des Schneeglöckchens, außer der Fähigkeit, positiv auf das Nervensystem einzuwirken. Leider gibt es darüber jedoch keinerlei Veröffentlichungen.

Macht nichts, wir freuen uns über den kleinen Frühlingsboten und wissen nun, dass der Winter bald vorbei ist!

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